Spiros Hadjidjanos

CV

Spiros Hadjidjanos

1978 born in Athens, Greece

Lives and works in Berlin, Germany

2008 - 2010 Universität der Künste, Berlin, MFA (DAAD Postgraduate Award)
2004 - 2006 Leiden University, MSc Media Technology
2002 - 2007 Athens School of Fine Arts, Athens, Greece (BFA)

Scholarships/Awards

2010 Meisterschülerpreis des Präsidenten, UdK, Berlin
2008 DAAD Postgraduate Award
2008 Fulbright Scholarship

Solo Exhibitions

2012
Spiros Hadjidjanos, Kunst im Bauhof, Winterthur 27.01.2012-03.03.2012
2011
Actual possibility, KWADRAT, Berlin 29.10.2011-03.12.2011
2010
Query Parameters, von cirne gallery, Cologne 03.09.2010-09.10.2010
WYSINWYG, KWADRAT, Berlin 27.02.2010-15.04.2010


Group Exhibitions (selection)

2011
Non-Stop Infinity, peer to space, Munich
Non-Stop Infinity, future gallery, Berlin
Not to be confused with,von cirne gallery, Cologne
Berliner Zimmer Genossen, Funkhaus, Berlin
BYOB, Universität Bonn, Bonn
Destructionconstruction, Tape No.20, Berlin
Metrospective 1.0, Jointly presented by Future Gallery and PROGRAM, Berlin

2010
ERROR, Autocenter, Berlin
BYOB, Kunsthalle Athena, Athens
Gentle Giants, KWADRAT, Berlin
volume one. Props, Events Encounters, the hub, Athens
BYOB, Bureau Friederich ProjectStudio, Berlin
Distorted Viewport, Forgotten Bar Project, Berlin
Zwischen zwei Investoren, Villa Anton von Werners, Berlin

2009
Die Grosse Herbstausstellung, KWADRAT, Berlin
Holliday, Universitat der Kunste, Berlin
#1 Salon, Kantine, Berlin
Graduates 2007, Athens School of Fine Arts, Athens

2007
Graduation Project, Athens School of Fine Arts, Athens

2006
Synesthesia, Leiden Institute of Advanced Computer Science, Leiden

Press
Spiros Hadjidjanos, Catalog, Kunst im Bauhof, Winterthur
Spiros Hadjidjanos, Catalog, Universität der Künste, Berlin
VOLUME ONE, props events & encounters catalog ISBN:978-960-99562-0-8
Katharina Hamacher, Wenn das internet durchs Kunstwerk fließt, Kölnische Rundschau, Cologne, 1.10.2010
PRINZ, Cologne 10/2010
Marion Ritter, StadtRevue Das Kölnmagazin, Cologne, September 2010
Meike Jansen, in: Zum Begreifen, TAZ, die Tageszeitung, Berlin, 10.03.2010
Graduates 2007 Catalog, Athens School of Fine Arts, 2008
PC World Magazine, technology and synesthesia, March 2006

about works

 

Zum Begreifen - TAZ, die Tageszeitung , Berlin , 10.03.2010

 

Internet ist bunt, Internet ist laut, und irgendwie ist es über die Jahre auch verdammt aufdringlich geworden. Nur zum Anfassen ist es irgendwie nicht. Das WWW bleibt etwas Abstraktes: unsichtbare Wellen, die sich über die Luft oder durch Kabel aufgrund von kryptischen Codes mit unseren Geräten vereinigen, sie mit Leben erfüllen und uns einen praktischen, wenn auch manchmal Zeit fressenden Appendix verleihen. Aber was ist es denn nun eigentlich? Das fragte sich auch Spiros Hadjidjanos, durch dessen Skulpturen nun das Internet rinnt. Gleich DNA-Helixen und Antennen wird das Internet so fassbar.

 

Meike Jansen



Spiros Hadjidjanos: Interview mit Jörg Kohnen-May

Fragen an
und Antworten von
Spiros Hadjidjanos

In Deiner Arbeit bewegst Du Dich zwischen zwei Welten: Zum einen materialisierst Du digitale, nicht-sichtbare Prozesse, zum anderen transferierst Du physisch Fassbares auf Speichermedien, ersetzt das ?Reale? durch das Digitale. Welche Seite der Welt ist für Dich die "Richtige"?

Ich bin nicht sicher, ob ich zwischen diesen beiden Welten bzw. diese beiden Seiten der Welt unterscheiden möchte. In meiner Arbeit bringe ich heterogene Materialien und Konzepte zusammen. Dabei geht es mir um die Ebene, auf der das Digitale und das Physische koexistieren, sich überlagern und ineinander übergehen. In meiner Arbeit geht es vor allem um die Frage, wie sich die digitale Kultur physisch manifestiert. Das digitale Bild hat eine bestimmte Physikalität, die möchte ich untersuchen. Ich möchte den exakten Punkt bestimmen, an dem man den beiden Sphären mit gleichem Potenzial eine materielle und digitale Abstraktion zuordnen kann.

Die Erfahrung von Verlust und Verschwinden - ist dies ein zentraler Antrieb für Dich, Kunst zu produzieren? Ist Deine Arbeit insofern Erinnerungsarbeit oder geht es Dir vielmehr darum, Leerstellen zu füllen?

Was mich motiviert, ist die Erfahrung eines Prozesses, der nicht vorhersehbar ist ? obwohl ich den Gedanken, Leerstellen zu füllen, schon sehr mag. Das ist es doch worum es in der Kunst und beim kreativen Akt geht. Die Tatsache, dass ich physische Räume mit digitalen Informationen fülle, ist ein konzeptueller Ansatz, aber kein idealistischer. Meine Arbeit ist genauso Erinnerungsarbeit wie die Suche nach Bildern auf einer Festplatte.

Die Menge der Informationen, die uns zur Verfügung steht, nimmt immer mehr zu. Das Netzwerk der Welt wird immer dichter und dichter, komplexer und verwirrender. Du dagegen benutzt nur wenige Materialien und schaffst Werke, die sehr reduziert erscheinen. Warum?

Wenn Du Dinge reduzierst, reduzierst Du auch Deinen symbolischen Bezugsrahmen und die Fragen des Betrachters. Gleichzeitig bekommt ein Werk mehr "Angriffsfläche" für Reflexion. Der Raum ist limitiert, aber intensiv aufgeladen ? das schärft den Blick. Jedenfalls ist das meine Intention, wenn ich einen Stapel digitaler Speichermedien mit physischem Material zusammenbringe. Du reduzierst die Unsicherheiten, und die Arbeit wird "präziser".

In Deiner Arbeit bekommt Information einen räumlichen Charakter. Wie bist Du darauf gekommen, Dich damit zu beschäftigen?

Als ich Objekte gebaut und dabei programmiert und im Internet gesurft habe, also ganz natürlich.

Welche Bedeutung hat der Ort bzw. der Raum, in dem Du Deine Arbeiten realisierst bzw. zeigst?

Der Raum, in dem Kunst präsentiert wird, ist immer sehr wichtig. Die Arbeit findet im Raum statt. Je mehr Du die Arbeit in den Raum integrierst, desto klarer wird sie. Kunst, die sich mit dem Internet beschäftigt, erweitert den Ausstellungsraum sowohl physisch als auch virtuell, es zeigt seine Möglichkeiten auf und seine Grenzen.

Was zeichnet einen zeitgenössischen Künstler heute aus?

Das gleiche, das ihn immer ausgezeichnet hat. Künstler müssen relevant für ihre Zeit sein. Irrelevant zu sein ist uninteressant. Du musst erforschen, was Dich umgibt, alle Medien und Werkzeuge, die Dich umgeben und die Du zur Verfügung hast - immer mit Blick darauf, Kunst damit zu machen. Wir können uns freuen, so viele unzählige neue Tools zu haben. Sicher ist, dass Du zu den interessantesten Ergebnissen kommst Du, wenn Du ins Detail gehst und diese Tools anders nutzt als eigentlich gedacht.

Sind Recherchen Teil Deiner künstlerischen Praxis?

Ja, sehr häufig.

Wer oder was beeinflusst Dich am meisten?

Handbücher über Nerd-Netzwerke, die Tonnen von Informationen, die in meiner "Cloud" abgelegt sind; die digitale Kultur und alles was dazu gehört.

Mit welchen Fragen wirst Du Dich in nächster Zeit am intensivsten beschäftigen?

Mit einer, aber sehr bedeutenden: Welche Zukunft haben materielle Arbeiten?

(Fragen: Jörg Kohnen-May)


Network Time
Wireless router,custom router firmware,fiber optic light,electronics
Dimensions variable x
2011
Spiros Hadjidjanos, Network Time

Network Time Installation
Wireless routers, fiber optic lights, electronics
Dimensions Variable x
2011
Spiros Hadjidjanos, Network Time Installation

Hybrid Landscape II(silicon valley)
Ultraviolet(UV) print on carbon-fiber plate, 10 digital images(70kB) on 10 microchips
32 x 44.5 cm
2011
Spiros Hadjidjanos, Hybrid Landscape II(silicon valley)

Information Painting (rule 129)
Carbon-fiber plate, 25 digital images(175kB) on 25 microchips
44.5 x 32 cm
2011
Spiros Hadjidjanos, Information Painting (rule 129)
Spiros Hadjidjanos
Network Sculpture
Aluminium, Ethernet cable
50 x 50 x 115 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Network Sculpture
Spiros Hadjidjanos
Network Sculpture (detail)
Aluminium, Ethernet cable
50 x 50 x 115 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Network Sculpture (detail)
Spiros Hadjidjanos
Network Sculpture
Aluminium, Ethernet cable
30 x 30 x 70 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Network Sculpture

Network Sculpture
Aluminium, Ethernet cable
30 x 30 x 60 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Network Sculpture
Spiros Hadjidjanos
Network Sculpture (detail)
Aluminium, Ethernet cable
30 x 30 x 70 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Network Sculpture (detail)
Spiros Hadjidjanos
Standard Model
Silkscreen,Ink on paper
70 x 90 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Standard Model

Diagonal Information Painting
Wood,26 digital images on 26 microchips
21 x 30 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Diagonal Information Painting

Diagonal Information Painting (Detail)
Wood,26 digital images on 26 microchips
21 x 30 cm
2010
Spiros Hadjidjanos, Diagonal Information Painting (Detail)
Spiros Hadjidjanos
1GB of myself goes around
340 digital images(1GB) in 85 CDs, wood, motor, electronics
47 x 110 x 110 cm
2009
Spiros Hadjidjanos, 1GB of myself goes around
Spiros Hadjidjanos
1GB of myself goes around
340 digital images(1GB) in 85 CDs, wood, motor, electronics
47 x 110 x 110 cm
2009
Spiros Hadjidjanos, 1GB of myself goes around
Spiros Hadjidjanos
1GB of myself goes around
340 digital images(1GB) in 85 CDs, wood, motor, electronics
47 x 110 x 110 cm
2009
Spiros Hadjidjanos, 1GB of myself goes around

Where are the people that talk on the radio?
35 digital images(67 MB) in 35 CDs, log
12 x 12 x 70 cm
2009
Spiros Hadjidjanos, Where are the people that talk on the radio?
Spiros Hadjidjanos
Where are the people that talk on the radio?
35 digital images(67 MB) in 35 CDs, log
12 x 12 x 70 cm
2009
Spiros Hadjidjanos, Where are the people that talk on the radio?
Spiros Hadjidjanos
Where are the people that talk on the radio?
35 digital images(67 MB) in 35 CDs, log
12 x 12 x 70 cm
2009
Spiros Hadjidjanos, Where are the people that talk on the radio?
Spiros Hadjidjanos
One Eye Red - One Eye Green
LED lights, Steel, Acrylglas, Electronics
122 x 52 x 56 cm
2008
Spiros Hadjidjanos, One Eye Red - One Eye Green
Spiros Hadjidjanos
One Eye Red - One Eye Green
LED lights, Steel, Acrylglas, Electronics
122 x 52 x 56 cm
2008
Spiros Hadjidjanos, One Eye Red - One Eye Green
Spiros Hadjidjanos
One Eye Red - One Eye Green
LED lights, Steel, Acrylglas, Electronics
122 x 52 x 56 cm
2008
Spiros Hadjidjanos, One Eye Red - One Eye Green