Daniel Kannenberg
CVDaniel Kannenberg
1971 geboren / born in Dortmund (D)
lebt und arbeitet / lives and works in Berlin and Frankfurt / Main
1993-94 Studium an der / Studies at the Academie voor beeldende Kunsten, Rotterdamm
1994-99 Studium an der / Studies at the Universität der Künste, Berlin
1999 Meisterschüler bei / Master of Fine Arts at Prof. Bernd Koberling, Universität der Künste Berlin
2003 - 2006 Studienaufenthalte in /Studying visits in Japan, Thailand, Kore
SOLO EXHIBITIONS
2011
Satan´s got your nose, Cussler, Berlin
2010
mehr Licht, Appartement, Berlin
Weiße Stadt, Kwadrat, Berlin
2009
Cutlog- Artfair, Paris, mit / with BURGHARD (K)
Korridor, mit/ with Ivan Seal, West Germany, Berlin
2008
fear four fear, Kwadrat, Berlin
2007
Nogo, Kwadrat, Berlin
Zum letzten Mal Psychologie, mit / with Peter Stauss, Wilhelmstrasse, Berlin
2003
L Incomparable, mit / with Lisa Becker, Kurfürstenstrasse, Berlin
GROUP EXHIBITIONS
2011
Kraut, SchauFenster, Berlin
Kunstaktien, Uferhallen, Berlin
Hotspot Berlin, Georg-Kolbe-Museum, Berlin
Verbrechen und Bild, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden / Ausstellungraum Ringstube, Mainz / Städtische Galerie, Villingen-Schwenningen
VIDEOSHOW | 9 Videopositionen, Galerie Torstrasse 161, Berlin
2010
New Frankfurt Internationals: Stories and Stages, Frankfurter Kunstverein und MMK-Zollamt, Frankfurt
endless boogie, Forgotten Bar/ Galerie im Regierungsviertel, Berlin
Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten, Stern Pissaro, London
Gentle Giants, Kwadrat, Berlin
Frische Früchte für verrottendes Gemüse, Schau Fenster, Berlin
un chien adalbert (mit Madeleine Boschan), Ayran&Yoga, the 1st Berlin Kreuzberg Biennale,The forgotten bar project/ Galerie im Regierungsviertel, Berlin
Hostile Aestetik Takeover, Appartement, Berlin
fresco mondo, Forgotten Bar/ Galerie im Regierungsviertel, Berlin
altar#8, Kantine/AquaCarée, Berlin
EQUINOX, Grimmuseum, Berlin
mail#7, Kantine/ AquaCarée, Berlin
Remix IV, Forgotten Bar/ Galerie im Regierungsviertel, Berlin
Lost and Found, kuratiert von Daniel Kannenberg Forgotten Bar/ Galerie im Regierungsviertel, Berlin
Remix III, Forgotten Bar/ Galerie im Regierungsviertel, Berlin
2009
Remix II, Forgotten Bar/ Galerie im Regierungsviertel, Berlin
Charität, Tät, Berlin
Die große Herbstausstellung, Kwadrat, Berlin
Accrochage, Galerie Crone, Berlin
High Society, Schickeria, Braunschweig (K)
Was sonst soll ich lieben, wenn nicht das Rätsel?, Neuer Kunstverein Aschaffenburg (K)
Schickeria, Strassburger Strasse, Berlin
spick-and-span-new, Klara Wallner Galerie, Berlin
2008
Infernoesque Unité, Heidestrasse, Berlin
Döbeli, Kannenberg, Topolovac, Galerie Isabella Czarnowska, Berlin
2007
Infernoesque Grande, Heidestrasse, Berlin
2003
neuesdeutschland, Neues-Deutschland-Gebäude, Berlin
2002
Goerls, Boppstrasse , Mainz
express, Schönhauser Allee, Berlin
2001
Lola Montez, Breite Gasse, Frankfurt
1999
Meisterschüler stellen aus, Galerie Michael Schultz, Berlin
PRESS and PUBLICATIONS
2010
Vaclav Demling: New Frankfurt Internationals präsentiert Kunst-Talente. In: www.goethe.de, 14.12.2010
Alexander Jürgs: New Frankfurt Internationals: Stories and Stages. In: www.frankfurt.prinz.de , November 2010
Stefanie Gerke: Un chien adalbert. In: www.nicheberlin.de, 07.08.2010
Meike Jansen in: TAZ: "Meike Jansen schaut sich in den Galerien Berlins um", 07.07.2010
2009
Schickeria- High Society, ISBN 978-3-86895-052-6
Cutlog - Artfair, Paris
Was sonst soll ich lieben, wenn nicht das Rätsel?, Neuer Kunstverein Aschaffenburg
2008
Meike Jansen in :TAZ "Grau die Summe aller Farben", 12.11.08
Einblick (266) in TAZ, Kurzinterview
PROJECTS
2010
un chien adalbert, successive multimedia project with the artist Madeleine Boschan
Weiße Stadt−
Notizen zur Malerei von Daniel Kannenberg
Die Interieur-Bilder Daniel Kannenbergs zeigen in ihrer Funktion nicht genau zu definierende, segmentierte Räume, die durch einzelne Möbel, Zimmerpflanzen und Teppichböden strukturiert werden. Diesen gemalten Räumen sind Worte hinterlegt und so mit ihnen verschränkt. Kannenberg verwendet für diese Arbeiten Versatzstücke eigener Fotos von Hotellobbys, Werbetafeln und Leuchtbuchstaben, die ihm auf Reisen begegnen. Es sind keine gesuchten Motive, vielmehr alltägliche Begegnungen, wodurch auch deutlich wird, dass in unserer global vernetzten Welt Orte häufig denselben ordnenden Prinzipien unterliegen. Er collagiert auf seinen gemalten Interieurs jene Fotos und übermalt diese teilweise. Durch Dopplung und Staffelung einzelner Motive erzeugt er eine irritierende, zum Teil grenzenlos erscheinende Raumtiefe. Die herangezogenen Fragmente oder Details entwickeln in der neuen spiegelnden Komposition eine originäre Bildsprache.
Daniel Kannenbergs Arbeiten ist zumeist eine dunkle, tonige Farbigkeit eigen, die eine unheimliche Atmosphäre erzeugt. Der Bildraum ist formal durchdacht und erschlossen bevor er das Malen ansetzt. Die Choreographie der gegenständlichen Elemente ergibt sich im Ausbalancieren der Harmonie und Stabilität der Komposition in der Fläche und lebt von Korrektur, Übermalung und Ergänzungen. Der beinahe realistische Gestus wird dazu genutzt, die Möglichkeit malerischer Aneignung von Wirklichkeit in Richtung einer abbildhaften Darstellung anzuzeigen, doch dadurch, dass der Raum nicht vollständig in eine illusionistische Wiedergabe überführt wird und auch nur bruchstückhaft erscheint, wird letztlich die Divergenz zwischen der sichtbaren Wirklichkeit und des Illusionistischen des Bildes selbst manifestiert und ihm eine traumähnliche Ausstrahlung verliehen.
Wenn Daniel Kannenberg in einer anderen Serie von Gemälden Masken und Ektoplasmen, den Zeichen für die Anwesenheit eines Geistes während spiritueller Sitzungen zeigt, verschränkt er die verschiedensten Diskurse, mit denen man der Zivilisation und ihrem Fortschrittsglauben zu entgegnen suchte. Seine Kompositionen beziehen sich dabei auf Kunstströmungen Anfang des 20. Jahrhunderts, in denen sich Künstler so genannten primitiven Kulturen zuwandten, die für sie das Andere der europäischen Zivilisation darstellten. Afrikanische Masken werden zu Zeichen der verborgenen Seite europäischer Identität. Die Surrealisten schauten auf andere Kulturen, da sie hofften, mit ihnen die etablierten Denkstrukturen in Europa zu irritieren.
Die Gemälde Kannenbergs stellen aus, dass das Eigene und das Fremde, das Bewusste und Unbewusste als eng miteinander verschränkt und wechselseitig aufeinander bezogen gedacht werden müssen.
Bernd Reiß
Kurator
MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main
Moonwalk
verschiedene Materialien
23 x 20 x 13 cm
2011
Yin / Yang
verschiedene Materialien
26 x 11 x 13 cm
2011
Wild roses
verschiedene Materialien
21 x 10 x 12 cm
2011
DTH
Oil and acrylic on canvas
120 x 120 cm
2010
SX
Oil and acrylic on canvas
120 x 120 cm
2010
DRM
Oil and acrylic on canvas
120 x 120 cm
2010
PWR
Oil and acrylic on canvas
120 x 120 cm
2010
White City II
Öl, Acryl, Inkjet Print auf MDF
40 cm x 30 cm
2009
White City I
Öl, Acryl, Inkjet Print auf MDF
40 cm x 30 cm
2009
White City IV
Öl, Acryl, Inkjet Print auf MDF
40 cm x 30 cm
2010
Beaux-Arts
Öl, Acryl, Inkjet Print auf MDF
60 cm x 50 cm
2009
White City
Öl, Acryl, Inkjet Print auf Leinwand
60 cm x 40 cm
2009
White City
Acryl, Inkjet Print auf Leinwand
40 cm x 30 cm
2009
White City III
Öl, Acryl, Inkjet Print auf MDF
40 cm x 30 cm
2009
The Answer
Öl, Acryl, Inkjet Print auf Leinwand
90 cm x 60 cm
2009
The Answer
Öl, Acryl, Inkjet Print auf Leinwand
60 cm x 40 cm
2010
Real Estate
Öl, Acryl, Inkjet Print auf Pappe und MDF
x 62 cm
2010
53 cm
"Wake up"
Öl und Acryl auf Leinwand
je 70 cm x 50 cm (Diptychon)
2009
"Wake up (up)"
Öl und Acryl auf Leinwand
je 70 cm x 50 cm (Diptychon)
2009
"THR"
Öl und Acryl auf Leinwand
70 cm x 50 cm
2008
"Pflanze"
Öl und Acryl auf Leinwand
60 cm x 50 cm
2008
"Real"
Tusche, Collage, Öl auf Holz
70 cm x 100 cm
2007
"Altes Europa"
Öl und Acryl auf Leinwand
30 cm x 40 cm
2009
"Séance"
Öl und Acryl auf Leinwand
70 cm x 50 cm
2008
"Trussiki"
Öl und Acryl auf Leinwand
70 cm x 50 cm
2008
"P.P."
Öl und Acryl auf Leinwand
60 cm x 50 cm
2008
"S.J.V."
Öl und Acryl auf Leinwand
180 cm x 150 cm
2008
"IOU"
Öl und Acryl auf Leinwand
50 cm x 50 cm
2008
Un chien adalbert (Canis majoris)
Holz, Metalle, Kunststoffe, Sound 4h20min geloopt, Monitore, Reperaturleuchten, Lacke
210 x 230 x 240 cm
2010
31.07.10 - 21.08.10
