WYSINWYG
Spiros Hadjidjanos
27. February 2010 - 10. April 2010
Meike Jansen: Zum Begreifen. In: TAZ, 10.03.2010
Herzliche Einladung zur ersten Einzelausstellung von Spiros Hadjidjanos.

STUDIES & THEORY
Saâdane Afif, Olivier Babin, Liu Chuang, Maria Eichhorn, Marine Hugonnier, Ivan Moudov, Olaf Nicolai, Peter Simensky, Marcus Steinweg, Nasan Tur, Suse Weber.
Arbeiten ausgewählt von Birte Kleemann
24. April 2010 - 15. May 2010

VOR ORT
Cora Piantoni, Inga Charlotte Taubert, Ludovic Jecker
3. July 2010 - 24. July 2010

Kalt, modern und teuer
Madeleine Boschan
31. July 2010 - 21. August 2010
Meike Jansen: Kalt, modern und teuer. In: TAZ, 04.08.2010

Klaus Jörres
Klaus Jörres
28. August 2010 - 18. September 2010
Basierend auf der banalen wie grundlegenden Behauptung: "Malerei ist das Verteilen von Farbe auf einem Bildträger" (Zitat Kurt Wehlte aus "Werkstoffe und Techniken der Malerei", 1967, ISBN 3-473-61157-3) entwickelt Jörres Bilder aus einfachen, malerischen Grundhandlungen. Materialität und Art des Farbauftrags bewirken die schlussendliche Erscheinungsform. Bei Jörres geschieht dies in einer systematischen Untersuchung, bei der er die Malerei in ihre Bestandteile zerlegt, diese ordnet, untersucht und auswertet.
Im KWADRAT betont Jörres Konzeptionalität und Prozess seiner Arbeit. Er zeigt drei quasi identische Bilder, welche in stilisierter Form jeweils eine in der allgemein üblichen Form der Kreuzschraffur mit schwarz auf weiss bestrichene Fläche zeigen.

GENTLE GIANTS
Carly Fischer
Daniel Kannenberg
Frank Steier
Jennifer Oellerich
Madeleine Boschan
Spiros Hadjidjanos
Wolfgang Lugmair
2. October 2010 - 11. November 2010

World is Work
Octavi Comeron, PSJM, Santiago Sierra, Ignacio Uriarte
Curated by: José María Durán
4. December 2010 - 29. January 2011
FINISSAGE: Samstag, 29.01.2011
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Agathe Fleury
26. March 2011 - 25. April 2011
Die erste Einzelausstellung der Künstlerin Agathe Fleury in Berlin
FINISSAGE: Ostermontag 17-22h
Ausstellungsdauer: 26. März 2011 - 25. April 2011
Auch Donnerstag geöffnet: 21. April, 17-21h
22 bis 24 April geschlossen
Ostermontag 25. April: FINISSAGE, 17-22..h
LA DIVISION DE CASSINI
Agathe Fleurys Atelier hat einen Riss. Es ist ein schmaler Spalt in der Wand neben dem Fenster, von der Decke bis zum Boden, gezackt wie ein Blitz. Fleurys Umgang mit dem Riss ist symptomatisch für ihr gesamtes Schaffen: Anstatt ihn zu kitten, hat sie ihn mit einer exakt 5 cm breiten Bleistiftmarkierung überspannt. So behält sie ihn im Auge, schaut, was passiert. Es ist eine kleine, aber interessante Intervention, die von einem ausgeprägten Interesse an ihrer Umwelt zeugt. Und von einer gewissen Faszination für Brüche.
So fungiert denn auch la division de Cassini als Namenspate für die Ausstellung der 1976 geborenen französischen Künstlerin. Die »Cassinische Teilung« bezeichnet die größte Lücke im Ringsystem des Planeten Saturn. Noch heute ist unklar, ob es sich um ein von einem Mond verursachtes Vakuum oder dunkle Materie handelt. Als der italienische Astronom Giovanni Domenico Cassini sie 1675 entdeckte, galt sie jedenfalls als leerer Raum. Ein »Nichts« im Weltall zu betiteln ? solche Kuriosa faszinieren Fleury.
Ihre Arbeiten stecken selbst voller Brüche. Für la réplique (2011) perforiert sie eine Baugerüststange ? sonst Inbegriff von Stabilität ? mit zahlreichen Kreisen. Es ist ein beinah gewaltsamer, physisch anstrengender Arbeitsprozess, der das Stahlrohr zu einem zerlöcherten und nunmehr instabilen Stück Metall macht. An die Wand angelehnt, wirkt es zerbrechlich ? man möchte fast sagen, verletzt.
Die Stange performt einen Akt der Balance. Auch andere Arbeiten spielen mit Gleichgewicht: Im Gang drängen sich Münzen aneinander, passgenau zwischen die Wände gespannt (équivoque, 2010), um die Ecke balancieren mehrere zu einem empfindlichen Geflecht verwobene Nägel (casse-tête, 2011). Besonders die Pyramiden-Arbeit (untitled_le tetraèdre, 2011) steht für tagelange Geduldsproben beim Versuch, mehr als 1200 Luftgewehr-»Diabolos« zu kontrollieren. Die für Schießübungen benutzten Projektile bestehen aus Blei, das einerseits noch immer den einzig bekannten Schutz gegen schädliche Strahlung darstellt, andererseits toxisch ist ? und wiederum traditionell mit dem Saturn in Verbindung gebracht wurde. So wird eine Bleivergiftung noch heute »Saturnismus« genannt.
Andere Arbeiten wiederum handeln von Wertverschiebungen. Das Video dilemma (2011) zeigt eine rotierende Münze. Der Zuschauer erfreut sich daran, wie elegant sie auf ihrem Rand tanzt, wie sie versucht, die Balance zu halten. Doch er weiß: Sie wird kippen. Und plötzlich ist sie viel mehr wert als 2 Euro, denn sie entscheidet: Kopf oder Zahl.
Die Objekte verbindet, dass sie aus dem Kampf um die Balance ihr ästhetisches Kapital schlagen. Fleury entpuppt sich dabei nicht nur als verursachende Agitatorin, sondern ebenfalls als feine Beobachterin. Es ist wie mit dem Riss in der Wand: Sie schaut mal. Vielleicht passiert da etwas.
Stefanie Gerke

Awst & Walther
30. April 2011 - 28. May 2011
Ausstellungsverlängerung bis zum 28.05.11, FINISSAGE: Samstag, 28. Mai 2011, 17-23h
Ausstellungsdauer: 30. April 2011 - 28. Mai 2011
AWST & WALTHER
Latent Measures
Parallel zum diesjährigen Gallery Weekend zeigt Martin Kwade die erste Einzelausstellung von Awst & Walther im Kwadrat. Charakteristisch für das in Berlin und Wales lebende Künstlerduo ist die Auseinandersetzung mit einem breit gefächerten Materialspektrum, das in die Realisierung von raumumfassenden Installationen mündet. Im Zentrum steht die kritische Reflexion der jeweils gegebenden architektonischen Bedingungen zugunsten des Auslotens möglicher Raumvarianten, die die Sehgewohnheiten des Rezipienten verändern sollen. Diesem Verständnis folgend arbeiten Awst & Walther direkt mit den ortsspezifischen Grundkonstanten, aber auch mit Vorgeschichte und Funktion des Raums und nutzen ihn dabei weniger als Display oder reine Hintergrundfolie für die eigenen Arbeiten.
Der Besucher wird bei seinem Eintreten daran gehindert, den Raum wie sonst üblich nach Belieben zu durchschreiten, um einzelne Kunstwerke genauer in Augenschein zu nehmen oder sich an die Bar zu begeben.
Ein silbern schimmerndes, diagonal im Raum verankertes Aluminiumrohr stellt sich ihm in den Weg. Beim Öffnen der Tür erfolgt diese Konfrontation unerwartet, ohne dass in diesem Moment Herkunft und Ausdehnung des Objekts genauer zu erfassen sind. Erst wenn der Betrachter die Stufen hinabgestiegen ist und sich in unmittelbarer Nähe des Rohrs befindet, erkennt er auf der linken Seite, an welcher Stelle es aus der Wand heraustritt. Noch bleibt das Ende verborgen.
Da auf Brusthöhe angebracht, ist man gezwungen, sich zu bücken, um seinen Weg fortzusetzen. Wendet man sich nun dem Verlauf folgend nach rechts, muss man erneut unter dem Rohr abtauchen, um zu erfahren, wie es die Wand durchbohrt und wo es sein Ende findet.
Ähnlich der zu Beginn des Jahres gezeigten Installation anlässlich der Ausstellung ?Light Without Shadow? in der Londoner Hannah Barry Gallery zerschneidet das Aluminiumrohr den Raum und verbindet zugleich die einzelnen Kompartimente. Diese Ambivalenz lenkt die Wahrnehmung des Betrachters und gibt die Lese-, damit Bewegungsrichtung vor. Während in London der Besucher mühelos über das in Bodennähe angebrachte Rohr steigen konnte, wird hier in der Berliner Ausstellung seine massive Stabilität und Präsenz betont. Durch diese raumspezifische Rhythmik entsteht ein Moment der Verfremdung und Irritation.
Die Materialeigenschaften und die reduzierte Formensprache kontrastieren mit der aus einer Performance heraus entstandenen Wandarbeit. Durch den Akt der Entkleidung entwickeln die ihrer Funktion beraubten Stoffe ein visuelles Eigenleben. In nassen Gips getaucht, verschmelzen sie mit der Wand zu einer reliefartigen Struktur, deren zerklüfteter Faltenwurf skulpturalen Draperien gleicht.
Die Erinnerung manifestiert sich hier als Spur ihrer selbst und als Referenz auf die Abwesenheit einer Person. Die flüchtige, teils schamhafte Geste des Entkleidens findet eine Übertragung in die Konstante des Reliefs. Das in der Kunstgeschichte vielfältig verwendete Material Gips, sei es in der Freskotechnik oder beim Bozzetto des Bildhauers, erlaubt zwar im Prozess des Trocknens noch eine dynamische, schnelle Handhabe, lässt danach jedoch Korrekturen nicht mehr zu. Konträr zur stählernen Härte von Aluminium bleibt die Oberfläche dieser sich formenden Collage nachgebend und leichter zerstörbar. Während das Rohr aus einer genormten industriellen Fertigung stammt, werden im Relief Assoziationen an den künstlerischen Prozess per se und eine individuelle Handschrift geweckt.
Jedes der abgelegten Kleidungsstücke dokumentiert eine spezifische Form von Zeitlichkeit. Wie Schatten, flüchtig an einen vergangenen Moment erinnernd, erzählen sie ihre eigene Geschichte und die der jeweiligen Person, deren Verhüllung und Identitätsstiftung sie dienten.
Je trockener die Gipscollage wird, desto mehr verschmelzen Wand und Objekt, desto mehr gehen die flüchtig hingeworfenen Stoffe eine Symbiose mit ihrem weißen Bildträger ein - bis zum Verblassenen ihrer ursprünglichen Herkunft.
Einer verlassenen Ruine gleich breitet sich die Erinnerung in konvexer Form in den Raum aus und findet zu neuer Gestalt. Wie ein kryptischer Torso lassen sie an entschwundene Körper denken, die ihrer Hülle entbehren ? ähnlich der metaphorischen Beschreibung Georges Didi-Hubermans in seiner Ninfa Moderna:
?Die Orgie der antiken Götter hinterlässt den später gekommenen Menschen immer sichtbare Reste, diese schöne Lumpen. Irritierend für das Schicksal, das er dem Anthropomorphismus bereitet: die menschliche Form hat sich tatsächlich verflüchtigt. Aber sie bleibt als Suspense ? oder vielmehr als Krümmung, als Rebus ? als letztmögliche Form menschlichen Begehrens gegenwärtig. Etwas wie ein Fetzen Zeit.?
Die Frage nach Zeit ist auch dem ausstellungsgebenden Titel ?Latent Measures? inhärent. Neben der Faszination für Maßeinheiten und Rhythmen, die der Welt unbewusst eingeschrieben sind, der Korrelation zwischen verschiedenen Objekten und ihrer Beziehung zum umgebenden Raum sowie den daraus resultierenden Wahrnehmungsveränderungen steht das Interesse für Materialtransformationen und gattungsübergreifende Kooperationen im Zentrum des künstlerischen Oeuvres von Awst & Walther.
So hat Andreas Reihse, ein Mitglied der Elektroband ?Kreidler? aus Düsseldorf/Berlin, speziell für ihre Installation einen begleitenden Soundtrack konzipiert. Die mit ?Darksteel Ohm? betitelte Klangcollage vermittelt den Eindruck einer düster, leeren und dunkel wirkenden Atmosphäre, erinnert an Industrieklänge verlassener Gegenden der menschlichen Zivilisation. Dumpfe, langsame Tonabfolgen werden von einzelnen Pulsschlägen durchbrochen und klingen wie aus weiter Ferne nach. Ähnlich den Objekten der Ausstellung durchkreuzen sie den Weg des Betrachters und unterstützen die Manipulation seiner Wahrnehmung.
Ursula Ströbele

Aude Pariset
"Len Jyan"
11. June 2011 - 9. July 2011
KWADRAT is pleased to present a solo exhibition by Berlin-based French artist Aude Pariset. Through diverse means, Pariset`s current body of work conceptually engages notions of projection and "exoticism", and its relation to "the ability to conceive otherwise" as described by ethnographer and poet Victor Segalen in his Essay on Exoticism. Segalen's notes suggest a definition of selfhood formed in connection to the constantly questionable borders of otherness. The exhibition draws a parallel between this condition of mind and to the experience of "traveling" virtually.
"Conscious experience, too, is an interface, an invisible, perfect internal medium allowing an organism to interact flexibly with itself. It is a control device. It functions by creating an internal user surface -- an "as if" (that is, virtual) reality... More important, it also generates a sense of self... much like the mouse pointer on the virtual desktop of your PC... that advises "you are here".
Thomas Metzinger, The Ego Tunnel
Taken as screen shots from interactive virtual tours on the internet, Untitled (Panaviz fullscreen tour) consists of a digital slide show of hotel rooms and their surrounding idyllic views. The still images displayed all feature exaggerated perspectives. Characteristic of the VR process of mapping a three-dimensional space onto a panoramic two-dimensional surface, these distorted views can be seen to parallel the condition of these locations as a site of the exotic. The viewer, further enclosed within the confines of a 360-degree, virtually defined landscape, is teased into projecting an environment they cannot fully reach -- the destination literally always out of frame.
Sharing the presence of items possibly seen in the hotel rooms in the virtual trip, the objects in the exhibition comprise of cast objects, sculptures, and a painting. The series FX Tridacna features casts of a hard-shell clam using rice paper printed with images of digital paintings by the artist collective PaintFX (www.paintfx.biz). In cascading layers of representation, the clam exterior is used as an interface for the display of digital files: images are materialized on three-dimensional surfaces, and jpegs are articulated through folds, curves and waves.
By its alteration and compass rose-derived motif, Untitled (sand print lino) suggests a nautical sea background. Untitled (zebra presets) is comprised of brushstrokes samples taken from Adobe Photoshop, and assembled to compose a zebra pattern.

"Das Universum expandiert"
Das Saarland in Berlin, ausgewählt von Shila Khatami.
27. August 2011 - 30. August 2011
Gabriele Langendorf
Stefan Rinck
Volker Sieben
Johannes Brockmeyer
Inkyung Choi
Woo Jung Choi
Laura Frising
Achim Haen
Shila Khatami
Ki- Youn Kim
Simon Kloppenburg
Susanne Kocks
Hye Kyoung Kwon
Marthe Lumma
Alexander Minor
Youjin Moon
Julia Rabusai
Katharina Ritschi
Felix Schumacher
Katharina Sossong
Stephanie Stieren
Caroline Streck
Cordula Sumalvico
Studierende der Hochschule der Bildenden Künste, HBKsaar, Saarbrücken (Prof. Gabriele Langendorf/ Malerei und Zeichnung) haben ihren ersten Auftritt in einem Berliner Ausstellungsraum gemeinsam mit Künstlern, die in Berlin leben und einen Bezug zum Saarland haben, wie Stefan Rinck und Volker Sieben.
Berlin ist die größte Kunstmetropole Deutschlands, viele sagen auch Europas. Das Saarland ist das kleinste Bundesland Deutschlands. Das Universum Saarland expandiert in die Hauptstadt, die Studenten in das Kunstgeschehen der Metropole.
Die Fahrt von Saarbrücken nach Berlin wird auf saarländisch zurückgelegt, was an einem stillen Ort zu hören sein wird. Angekommen im KWADRAT werden von der Mitte des Raumes aus - gleich einer Explosion - die Platzierungen der Arbeiten mit Kohlestücken geworfen. Die Architektur wird so abgescannt, der Raum sich zu eigen gemacht und ungewöhnliche Ecken und Winkel besetzt.
Diese Handlung steht dem eigentlich überlegten Prozess der Hängung entgegen, bei dem die Kohle-Markierungen dann angenommen werden oder gerade nicht.
Ist eine Hängung überlegt oder zufällig, was macht eine Hängung aus? Was ist die Konzeption und was die Abweichung davon? Wie vereinnahmt man einen Raum?
Gibt es bei der Unterschiedlichkeit der Arbeiten doch Gemeinsamkeiten?
23 Ansätze und verschiedene Künstlergenerationen werden so zusammen gebracht.
Die Unterschiedlichkeit der gezeigten Arbeiten wird zum eigentlichen Thema der Ausstellung.
Als erste Einführung in die Heimatkunde gibt es Buttons mit saarländischen Schimpfwörtern, wie z.B.
"Affezibbel"
Wörtlich: Das spitze Ende(Zipfel) eines Affen. Wahrscheinlich ist damit das primäre Geschlechtsorgan des dem Menschen eng verwandten Tieres gemeint. Der Ausdruck wird gebraucht, um einen arroganten Menschen zu beschimpfen.
Zur Eröffnung wird natürlich auch saarländisches Bier ausgeschenkt.
Graad seläädschd!
Das Projekt wird mit freundlicher Unterstützung der HBKsaar, Brauerei Karlsberg und Europcar realisiert.
Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog.

Carly Fischer
Life tends to come and go, that`s ok as long as you know
23. July 2011 - 20. August 2011
FINISSAGE: Samstag/Saturday, 20.08.2011, 17-22h
Think Thomas Demand´s paper environments meet Richard Wentworth´s photos of rubbish left around the city and you find yourself at Carly Fischer?s sculptures. Scrunched up Coke cans, Mars bar wrappers and cigarette packets that are a part of every urban environment are presented to us ? not as readymades but as carefully constructed, painstakingly put together, to-scale, to-colour hand made paper sculptures.
Trash is a part of urban life no matter which city you live in. But there is also little difference between the rubbish of Tokyo and the trash of Melbourne. Mars, Coke and Marlboro are brands that are not limited by geography or differences in the culture of various urban centres. And yet, in terms of visibility, unless there is so much of it that it is literally in the way, we usually do not see it. Here, however, Fischer gives us no choice. Trash is presented back to us on a pedestal. Is it about trash or is it about art? Today we have information thrown at us all the time. In order to keep on track we have to edit. From shutting out sales pitch yells to buy a scratch card during a Ryanair flight to filtering out spam, we have to constantly sift the trash from the treasure.
The fetishisation of the art object (trash on a pedestal) can also be understood as a comment on the art world. Whilst at first glace these sculptures could be ?real? (a Dunkin? Donuts packet on a pedestal) they are not about trying to mislead. For whilst they clearly reference the rubbish they represent, the hand-madeness of the objects is quickly apparent. Which begs the question, what the use is of the original object today when every object, every person, every idea has millions of replications online. Has the original object become, in fact, completely redundant? Why have an object when you can have an image? A replica? A copy?
Objects are, slowly but surely, all becoming relegated to two categories: trash (on the street; discarded), or treasure (in museums, archives, art collections). Fisher?s installations at once add to and take away from the trash of the world, providing a poignant comment on globalization as well as the increasingly questionable role of the physical (art) object in today?s mobile, uber-connected (virtual) world.
Elly Clarke, artist & curator based in Berlin and Birmingham

Madeleine Boschan
RoidRage
KATALOGPRÄSENTATION: Samstag, 15.10.11, 17-22 h
9. September 2011 - 15. October 2011
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Spiros Hadjidjanos
Actual Possibility
29. October 2011 - 3. December 2011
Opening: Saturday, 29.10.11, 17-22h
For his show Actual possibility at KWADRAT Hadjidjanos presents a network-specific installation and works on carbon-fiber plates. His new installation Network Time consists of several Wi-Fi routers arranged in the gallery space providing free Internet access to visitors. The LED that reflects the data-traffic of each router is extended along a fiber optic cable magnifying its flicker. Although the devices look only physically modified, the artist has altered the operating system of each router, to manipulate the fluctuation of the fiber optics. The installation is a network architecture installed in a physical setting, framing information as situated, temporal and contextual, constructing a permeable interactive and extended space.
With Network Time, Hadjidjanos proposes the measurement of time in units of information or using a router as a clock. A minute is a gigabyte and a terabyte an hour. Time is measured based on the information received. It is a concept relevant to "radical network empiricism" as described by the new media theorist Adrian Mackenzie. In our contemporary Post-Network condition the amount of information we receive changes our perception of temporality. The emergence of the Internet stretched across time and space and revealed that clock time is not an absolute milieu against which we synchronize and quantify time, but rather a human construction that has very little to do with time other than serving as an inflexible way of measuring duration. In this case, the routers, as technological objects suggest a technical yet subjective and non-isochronic time measurement.
In addition to Network Time, Hadjidjanos presents Information Painting and Hybrid Landscape (Silicon Valley). The latter is an ultraviolet print on a carbon-fiber plate depicting the landscape of Silicon Valley. Part of the plate has been cut out with a laser, freeing space to be subsequently occupied by microchips that contain fragments of the landscape in digital form. In this work, the landscape of Silicon Valley?a term coined in 1971 by Don Hoefler referencing the region`s flourishing semiconductor industry?is combined with microchips. In the Information Painting IV the artist is interested in the spatial arrangement of digital information, locating it precisely within physical coordinates thus posing questions about the materiality of the digital image.
The title Actual Possibility is drawn from the writings of William James, specifically in his ideas of radical empiricism, what really exists are not things as such but transitions and relationships and any relationship experienced is as real as anything else in a system. Networks are precisely concerned those relationships, moreover the gaps between possibility and actuality.

































































































